Vorlesen: Ab welchem Alter macht es Sinn?
Früher, als du denkst, und aus einem anderen Grund, als du denkst.
Vorlesen wird oft als etwas angesehen, das für Kinder gedacht ist, die der Handlung folgen können. In Wirklichkeit wirkt es schon viel früher, nur aus einem anderen Grund.
Bei einem Baby kommt es auf deine Stimme an
Ein Baby, das erst ein paar Monate alt ist, versteht zwar noch kein Wort, nimmt aber Rhythmus, Klang und Tonhöhe wahr. Genau hier beginnt die Sprache. In dieser Phase ist es weniger wichtig, was man liest, als vielmehr, wie man es liest.
Bei einem Kleinkind geht es um die Bilder
Im Alter zwischen einem und zwei Jahren dreht sich das Vorlesen um Zeigen, Benennen und Wiederholen. Rechne nicht damit, dass du das Buch zu Ende lesen kannst; drei Seiten fünfmal sind normal und sinnvoller als die ganze Geschichte einmal.
Bei einem Kleinkind kommt es auf die Wiederholung an
Kleinkinder wollen immer wieder dasselbe Buch. Das ist kein Mangel an Fantasie, sondern Übung: Sie wissen, was kommt, und das gibt ihnen Sicherheit. Lassen Sie sie mitmachen, indem Sie den Satz zu Ende erzählen.
Warum es vor dem Schlafengehen wirkt
Vorlesen dient nicht nur der Sprachentwicklung, sondern ist auch ein Signal. Jeden Abend zur gleichen Zeit am gleichen Ort wird es Teil des Rituals, und das hilft beim Einschlafen. Unter „Schlafrhythmus im Urlaub“ erfährst du, wie du das auch unterwegs beibehalten kannst.
Unterwegs
Nimm lieber ein vertrautes Buch mit als fünf neue. Vertrautheit ist auf Reisen wichtiger als Abwechslung, genau wie bei der Bettwäsche.
Mehr über diese Phase erfährst du im Artikel „Warum dein Kleinkind alles selbst machen will“.









